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Mehr als ein Wort

Mehr als ein Wort: Wahrheit

Was ist Wahrheit – und ist sie verhandelbar? Wissenschaftler*innen unterschiedlicher Disziplinen und Künstler*innen stellen uns ihre Arbeiten und Zugänge zur Wahrheit vor und wir tauschen uns mit ihnen über ihre Bedeutung für unser Leben aus.

 

Die Teilnahme per Zoom ist möglich. Kostenlose Anmeldung erforderlich. 

22.01.2026 - 18:00
Rainer Maria Rilke – Neue Wahrheiten zu Autor und Werk

Referentin: Prof. Dr. Sandra Richter

Offen sein und schreiben, mehr wollte Rilke nicht: ein bescheidener und zugleich anspruchsvoller Wunsch. Basierend auf neuen Quellen aus dem Ankauf des großen Rilke-Archivs durch das Deutsche Literaturarchiv Marbach wirft Sandra Richter ein neues Licht auf einen der beliebtesten Dichter der deutschen Sprache. Er erscheint dadurch als poetischer Philosoph, der ein eigenwilliges Verhältnis zur Wahrheit hat.

 

Sandra Richter ist Germanistin und Literaturwissenschaftlerin. Seit 2019 leitet sie das Deutsche Literaturarchiv Marbach und seit Oktober 2025 ist sie Professorin für Germanistische Literaturwissenschaft an der Universität Hamburg. 2007/8 war sie Professorin für German am King's College London, 2008–2025 Professorin für Neuere deutsche Literatur an der Universität Stuttgart, sie forschte sie u. a. in Harvard, Beijing, Philadelphia und Paris. Sie veröffentlichte u. a. „Eine Weltgeschichte der deutschsprachigen Literatur“ (2017) und „Rainer Maria Rilke oder Das offene Leben” (2025).

28.01.2026 - 18:00
Moralische Tatsachen – Zur Wahrheit des Guten

Referent: Prof. Dr. Markus Gabriel

Gibt es ethische Wahrheit(en)? Die Krisen unserer Gegenwart scheinen nach gemeinsamen ethischen Grundlagen für gemeinsame Lösungen zu verlangen. Markus Gabriel vertritt einen „Neuen Realismus“. Trotz der düster wirkenden Lage ist er überzeugt davon, dass wir in einer Zeit des moralischen Fortschritts leben.

 

Markus Gabriel ist Philosoph und Autor. Er studierte in Hagen, Bonn und Heidelberg und trat 2008 an der New School for Social Research seine erste Professur an. Seit 2009 hat er den Lehrstuhl für Erkenntnistheorie und Philosophie der Neuzeit an der Universität Bonn inne. Dort ist er Direktor des Internationalen Zentrums für Philosophie NRW sowie des von ihm gegründeten interdisziplinären Center for Science and Thought. Er ist regelmäßiger Gastprofessor an der Sorbonne sowie der New School for Social Research und seit 2024 außerdem Senior Global Advisor am Kyoto Institute of Philosophy.

05.02.2026 - 18:00
Body of Knowledge – Zur Körperlichkeit von Wahrheit

Referentin: Louisa Clement

Was ist wahres Wissen? Welche Auswirkungen haben Algorithmen, KI und gefälschte Fakten auf uns und wie hängt unser Körper damit zusammen? Louisa Clement verhandelt in ihrer Arbeit „Body of Knowledge“ den Verlust unseres wahren – physischen – Wissens angesichts einer digitaler werdenden Welt und ihrer vorgeblichen Annehmlichkeiten, die den Menschen immer abhängiger von Internet und großen Konzernen macht: „Die Verletzung des Wissens ist daher auch eine Verletzung unseres Körpers und unseres freien Handelns.“ (Louisa Clement)

Die Bonner Künstlerin Louisa Clement schloss 2015 ihr Studium an der Kunstakademie Düsseldorf als Meisterschülerin bei Andreas Gursky ab. Sie erhielt 2016 den Förderpreis des Landes Nordrhein-Westfalen für bildende Kunst und kann bereits auf zahlreiche Einzel- und Gruppenausstellungen in renommierten Museen, Galerien und Ausstellungshäusern u. a. in Luxemburg, Mailand, und New York zurückblicken. 2024 wurde ihr der Bonner Kunstpreis verliehen. Ihre Arbeit „Body of Knowledge“ war zuletzt in der Kunsthalle Rostock zu sehen.

12.03.2026 - 18:00
Digitaler Kolonialismus – Wer definiert Wahrheit?

Referent: Ingo Dachwitz

Das Versprechen der Digitalen Revolution ist die Heilserzählung unserer Zeit. Das Buch "Digitaler Kolonialismus“ erzählt eine andere Geschichte: Tech-Konzerne beuten Mensch und Natur im Globalen Süden aus und kümmern sich nicht um gesellschaftliche Folgen vor Ort. Mit Daten und Künstlicher Intelligenz erschafft der digitale Kolonialismus seine eigene Wahrheit und setzt längst überwunden geglaubte Machtverhältnisse fort.

 

Ingo Dachwitz ist Journalist und Kommunikationswissenschaftler. Seit 2016 ist er Redakteur bei netzpolitik.org und u. a. Ko-Host des Podcasts Off/On. Er schreibt und spricht über Daten, Macht und die digitale Öffentlichkeit. Für seine Arbeit wurde er unter anderem mit dem Alternativen Medienpreis, dem Grimme-Online-Award und dem European Press Prize ausgezeichnet. Das Buch „Digitaler Kolonialismus“, das er zusammen mit Sven Hilbig schrieb, war für den Deutschen Sachbuchpreis nominiert und wurde von der Zeitschrift Bild der Wissenschaft zum Wissensbuch des Jahres 2025 gekürt.

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