Center for Life Ethics
Schaumburg-Lippe-Straße 7
D-53113 Bonn

 

+49 228 73 66100

 

lifeethics@uni-bonn.de

Lehre WS 23/24

Für Studierende

Seminar: Theorien der kollektiven Verantwortung

 

Können Kollektive eigene Intentionen besitzen, die nicht auf Ihre Mitglieder zurückgeführt werden können? Können sie eigene Pläne entwickeln? Kann ein Kollektiv selbstständig handeln und kann es für diese Handlungen auch Verantwortung übernehmen? Von den Antworten auf diese Fragen hängt es ab, ob Unternehmen sich selbst regulieren können, oder durch Gesetzte und Standards geleitet werden müssen, ob Staaten ihre Schuld für vergangene Kriegsverbrechen eingestehen müssen und ob Individuen etwas an ihrem Verhalten ändern sollten, um globale Krisen kollektiv zu adressieren. Die Reflektionen formen den Rahmen in dem Staaten, Kooperationen und Individuen für entstandene Schäden zur Rechenschaft gezogen werden und zur Übernahme großer Herausforderungen motiviert werden können. In dem Seminar werden Theorien kollektiver Verantwortung von Autor*innen wie John Searle, Michael Bratman, Iris Marion Young und anderen kritisch hinterfragt.

 

Lehrperson: Dr. Sebastian Müller

Zeit: Dienstags, 12:00–13:30 Uhr, 17.10.2023–30.01.2024

Ort: Center for Life Ethics, Schaumburg-Lippe-Straße 7, 53113 Bonn

Arbeitsgemeinschaft: Schuldrecht AT und BT I

 

Diese AG dient der Erlernung des Gutachtenstils, einer juristischen Arbeitsweise zur Lösung von Fällen. In inhaltlicher Hinsicht werden die Grundzüge des Vertragsrechts nähergebracht. Die AG folgt inhaltlich den gleichnamigen Vorlesungen von Frau Prof. Dr. iur. Louisa Specht-Riemenschneider und Prof. Dr. Stefan Greiner.

 

Lehrperson: RAin Julia Braun

Zeit: Donnerstags, 08:30–10:00 Uhr, 13.10.2023–02.02.2024

Ort: Juridicum – Hörsaal B, 53113 Bonn

Seminar: Was ist Solidarität?

 

Spätestens seit der Covid-19-Pandemie dürfte klar geworden sein, dass wir es bei der Rede von Solidarität mit einem höchst uneinheitlichen, schillernden und nahezu inflationären Begriff zu tun haben. Ob ehrenamtliche Nachbarschaftshilfe, Spendenaufrufe zur Hilfe von Betroffenen, das "Balkonklatschen" für die im Gesundheitssystem Tätigen, Forderungen an Krankenhäuser, die eigene Nutzenmaximierung zu begrenzen und mehr Covid-Kranke aufzunehmen, in Vorrangreglungen von Risikogruppen beim Impfen, im Verzicht auf Privilegien gegenüber Ungeimpften, dem Tragen eine Mund-Nasen-Bedeckung, die Vermeidung von Produktengpässen durch "Hamsterkäufe" – all dies hat, glaubt man der Rede in den öffentlichen Medien, mit Solidarität zu tun. Nimmt man noch ganz andere Kontexte des politischen Protests, der Finanzierung der Sozialversicherung oder internationale Beziehungen hinzu, verdichtet die Rede der Solidarität bis zur Unkenntlichkeit.

Wie informiert Solidarität unsere theoretische Reflexion über unsere sozialen Praktiken? Welche Handlungsforderungen sind mit ihr verbunden? Und wie lassen sie sich rechtfertigen?

 

Lehrperson: Peter Bröckerhoff, M.A.

Zeit: Freitags, 14:15–15:45 Uhr, 13.10.2023–02.02.2024

Ort: Universität Bonn, Hauptgebäude 1.070, 53113 Bonn

Für Studierende und die interessierte Öffentlichkeit

Vorlesung/Seminar: Freiheiten – warum und wozu?

Freiheiten erlauben es uns, unser Leben nach unseren Wünschen und Überzeugungen zu gestalten und uns in unterschiedlichster Weise zu entfalten. Zudem ermöglichen sie wichtige gesellschaftliche Prozesse und Funktionen.
Andererseits sind Freiheiten nicht grenzenlos, sondern finden ihre Schranken in den Rechten anderer Betroffener. Zudem ist ihre Garantie nicht immer von Dauer: Ihre Reichweite und Ausgestaltung können einem Wandel unterliegen, häufig sind sie auch gezielter politischer Unterdrückung oder verschiedensten anderen Bedrohungen ausgesetzt.
Doch was bedeuten Freiheiten überhaupt, woher kommen sie und welchem Zweck dienen sie jeweils? Wie weit reichen sie und wie sind sie gegen andere Freiheiten abzuwägen? Wie können sie trotz vielfältiger Veränderungen und angesichts von Bedrohungen gewahrt werden?

In dieser Veranstaltung werden wir zunächst jeweils die ethischen und rechtlichen Grundlagen verschiedener Freiheiten beleuchten und ihre Bedeutung, Herkunft, derzeitige Garantie sowie mögliche Herausforderungen aufzeigen. Zusammen mit Experten aus der Praxis und in einer Exkursion ergründen wir die Bedeutung von Freiheiten für unser tägliches Leben. Im Anschluss diskutieren wir jeweils gemeinsam, was Freiheiten konkret für uns ausmachen, wie wir sie leben und zukünftig leben wollen und wie wir für ihre nachhaltige Wahrung sorgen können.

 

Lehrpersonen: Prof. Dr. Christiane Woopen/Dr. Björn Schmitz-Luhn

Zeit: Dienstags, 18:15–19:45 Uhr, 17.10.2023–30.01.2024

Ort: Center for Life Ethics, Schaumburg-Lippe-Straße 7, 53113 Bonn

Anmeldung: bitte hier klicken

Vorlesung/Seminar:  DenkReise – Wohin wollen wir leben?

 

Gemeinsam mit Expert*innen gehen wir auf eine DenkReise zu einer ethisch fundierten Gestaltung von wünschenswerten Zukünften in unterschiedlichen gesellschaftlichen Bereichen. Im Haus für junges Denken des Center for Life Ethics stellen Expert*innen aus Wissenschaft und Gesellschaft ihre Forschung und ihre Ideen zur Diskussion. Am Ende des Semesters folgt nach den Reisen im Denken eine gemeinsame Reise als Exkursion zu einem thematisch einschlägigen Ort.

 

Lehrpersonen: Prof. Dr. Christiane Woopen/Dr. Björn Schmitz-Luhn

Zeit: Mittwochs, 14:00–15:30 Uhr, 18.10.2023–30.01.2024

Ort: Center for Life Ethics, Schaumburg-Lippe-Straße 7, 53113 Bonn

Anmeldung: bitte hier klicken